4.1.17

#genäht Unterbüxen fürs Rumpelmädchen

Wow! Das ging fix! Auf einmal, an einem Junitag, sagte das Rumpelmädchen "NEIN!". Wir hatten uns gerade fertig gemacht und wollten mit dem Auto in die alte Heimat düsen und unsere Eltern besuchen. Der Liebste hatte schon alles ins Auto geschleppt: Klamotten, Bobby Car, Stoffwindelvorräte, Töpfchen, Bettwäsche, ... Und ich war immer noch mit dem Rumpelmädchen beschäftigt, denn es wollte keine Windel anziehen. NEIN! KEINE WINDEL! Ich hätte sie ihr höchstens mit körperlicher Gewalt andrehen können, aber das wollte ich natürlich nicht. Also hab ich ihr gesagt: "Okay, keine Windel. Dann sag Bescheid, wenn du aufs Töpfchen musst!" Und so legten wir die wasserdichte Wickelunterlage und ein Prefold (Anm.: dickerer Stoffwindellappen) auf den Kindersitz, setzten das windellose Kind drauf und düsten los. Nach der Hälfte der Strecke fragte ich das Rumpelmädchen, ob es vielleicht auf Toilette müsse - "Hmmm". Und so fuhren wir rechts ran, setzten das Kind aufs Töpfchen - Schiebetür unseres VW-Busses auf und bester Ausblick auf die Felder Schleswig-Holsteins. Schwupps, machte es sein Geschäft. Schwupps, leerte ich es in den Feldern aus. Schwupps fuhren wir weiter.
Und seitdem ist das Kind trocken. Tags und nachts.
Ich war natürlich unheimlich stolz auf mein mit 20 Monaten windelfreies Rumpelkind, aber ich trauere auch ein bisschen den schönen, bunten Stoffwindeln hinterher :D 
Schade, dass die Oma extra noch viele neue Bodys in 98-104 gekauft hat, dabei braucht das Kind nun Unterhosen und für den Herbst auch Hemdchen. (Update: Ich habe genäht - und die Oma hat einen Hamsterkauf auf Flohmärkten und Co getätigt. Das Kind ist für alle Ewigkeiten ausgestattet :D )


Aus Resten lassen sich superbunte und tolle Unterbüxen nähen, habe ich festgestellt. Als Schnittmuster habe ich die "Unnebüx" von Lolletroll entdeckt (das Freebook enthält übrigens eine Jungs- und eine Mädchenvariante! Beide sind sehr niedlich!) und direkt stapelweise zugeschnitten. Vorderseiten, Rückseiten, Spickel. So viel ich aus Resten zusammenkriegen konnte.

Und dann hab ich gemixt - hier ein Tiger, da ein bisschen uni-grau, hier ein bisschen psychedelische Kreise... :)

Das macht so Spaß!

Und das Rumpelmädchen stellt bei jedem Klogang mit ihrer Tigerbüx fest: "Chrhrrrrr!" (Tiger!)

Zunächst hab ich nur Jersey als Beinbündchen angenäht oder die klassische Gummibandmethode ausprobiert. Überzeugen mich beide nur so mittel.


Mit Falzgummi gefällt es mir am besten. Die Beinausschnitte sind schön groß und weit genug für Speckrumpelmädchen (das ist bei den gekauften Büxen manchmal nicht der Fall) und man sieht keine krumpeligen Stofflagen.

Nun muss der Schnittteilevorrat aufgebraucht werden und ein neuer in der nächsten Größe angelegt werden :)

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