25.7.13

How to: Solarfärben

Wer keine Lust hat, bei diesen Temperaturen in Wolle herumzupanschen, kann es einmal mit Solarfärben versuchen. Aber Achtung - das ist nix für Kontrollfreaks! So richtig planen kann man die Färbungen nämlich nicht! Wer allerdings Überraschungen mag, wird es lieben!

Links im Glas v.o.n.u: Stockrosen, Rosen, Goldrute, Sonnenblumen
Rechts: Blutbuche, Kurkuma (ist mir etwas ausgerutscht), Schlehen

Material

  • ein großes Glas (großes Gurkenglas / Einweckglas)
  • Färbeblüten, -pflanzen (s. Liste unten)
  • Alaun (gibt es in der Apotheke, auf ebay und Amazon allerdings günstiger!)
  • Wasser (viele benutzen Regenwasser)
  • Färbewolle (Kunstfasern lassen sich nicht färben, daher lieber Merino, Sockenwolle und Co benutzen!)
  • 14 Tage Zeit


Wie's geht

  • Wenn ihr ein Wollknäul habt, solltet ihr es zunächst zum Strang wickeln, damit möglichst viel Farbe an alle Stellen kommen kann. Dafür könnt ihr die Wolle z.b. um eine Stuhllehne wickeln und mit Wollfäden abbinden, damit ihr am Ende keinen Wollsalat habt.
  • Die Wolle muss dann noch ein wenig baden gehen. Am besten klappt das in warmem Wasser mit einem Kleks Spüli. Mindestens 15 Min einweichen lassen! 
  • Das Wasser wird nun erhitzt und zwei Esslöffel Alaun in Wasser aufgelöst.
  • Unten im Glas einige Färbeblüten oder -pflanzen verteilen, die Wolle obendrauflegen und mit Färbepflanzen oder -blüten bedecken. Wer möchte, kann auch noch ein wenig Färbematerial zwischen den Wollstrang quetschen.
  • Mit Alaunwasser aufgießen, Deckel drauf, in die Sonne stellen.
  • Nach 14 Tagen kann der Strang befreit werden und muss noch einmal baden gehen. Oft verschwinden beim Auswaschen kräftige Farben und es bleiben eher pastellige Farben zurück. Ich wasche meine Wolle nach dem Färben meistens mit Babyshampoo aus und spüle in mehreren Waschgängen nach, bis das Wasser klar bleibt. 
  • Zum Trocknen in die Sonne hängen und als Strang lagern. Zum Stricken oder Häkeln einfach wieder zum Knäul wickeln und die Farben genießen :)


Färbepflanzen

Meine Liste ist selbstverständlich unvollständig und natürlich kann man auch mit Pflanzen experimentieren, die man einfach interessant und farbig hübsch fand. Ich schreib hier nur die am einfachsten erkennbaren Pflanzen auf, die man womöglich auch in der Stadt und ohne eigenen Garten findet.Vieles findet man nämlich auch in der Küche!
  • Beeren, auch Tiekühlbeeren geben schöne Blau- und Lilatöne
  • Gelb färben Ringelblumen, Zwiebelschalen, Tee, Kaffee (braungelb), Safran, Kurkuma (aus dem Gewürzregal), Goldrute, Birkenblätter
  • Rot färben u.a. Stockrosen und Schwarzer Holunder.
  • Braun färbt Frauenmantel und die Rinde von Eichen und Erle und Oregano
  • Schwarz kann mit Granatapfel gefärbt werden
  • Grün färbt rote Zwiebelschale, Holunderblätter, Ackerschachtelhalm

Hier ist eine Wikipedialiste über Färbepflanzen.

23.7.13

Bullidecke VI: Es geht weiter!

Vom Sommer hab ich nicht so viel... Jeden Tag ca. 14 Std. lernen und Hausarbeiten schreiben und danach hab ich meistens keine Lust mehr auf häkeln oder stricken...

Aber das Zusammennähen als meditative Aktion schlechthin geht ganz wunderbar... Deshalb gibt's hier ein paar Fortschrittbilder für euch!


Nachdem ich mir sehr viele Varianten fürs Zusammennähen angesehen hab, bin ich doch bei der konventionellen Methode geblieben: Die Quadrate aufeinander legen und durch die beiden inneren Maschen zusammennähen. Nächstes Mal werde ich aber bestimmt was anderes ausprobieren. Sooo toll ist die Methode dann doch wieder nicht...



Moment mal! Nächstes Mal? Gott bewahre... Erst im nächsten Jahr hoffentlich! Wenn das gute Stück fertig ist, geht's an die Geschenkeproduktion...



Die lange Seite stimmt jetzt, aber sie muss noch doppelt so breit werden. Da hab ich noch ein bisschen was zu tun. Aber Spaß macht's allemal :)

21.7.13

Blick in die Strickbox...

Guten Morgen! :)

Während ich auf der Arbeit bin (Ja, es gibt Leute, die sonntags zur Unibibliothek gehen...), könnt ihr einen entspannten Blick in meine Strickbox werfen. Vielleicht wächst dann ja eure To-Do-Liste ein bisschen... 

Apropos To-Do: Nächste Woche geb ich euch einen wunderbaren Tipp zum Organisieren von To-Do-Listen! Ich arbeite noch dran :)


Als erstes zeige ich euch hier mal die ersten Bilder des Resteloops 2013. Ich bin nicht die Turbosockenstrickerin, aber das liegt auch daran, dass ich seltenst einfache Glattrechts-Socken stricke. Ich lass mir immer Zeit und genieße die Muster, da kann ein Paar schon locker einen Monat dauern. Danach stricke ich aus den Resten noch ein Paar Babysöckchen und der kleinste Rest, der dann noch übrig bleibt, wird in meinem Resteloop verstrickt. Wie das funktioniert, habe ich euch beim Eintrag vom Resteschal 2012 schon erzählt :)



Als nächstes wären da die Tigerentensocken (Muster: Charade) für eine liebe Schulfreundin, die ich sehr vermisse. Sie studiert in Rostock und wir sehen uns nur zu Pfadfinderaktionen ein paar Mal im Jahr. Dabei ist sie so kreativ und ich würde gerne viel mehr mit ihr quatschen, kochen, stricken, ... Außerdem ist sie quasi die Fimo-Meisterin und bastelt mir kleine süße Maschenmarkierer im Tausch für ein Paar gestrickte Socken. Davon hat die Arme nämlich noch gar keine. Kaum zu glauben, oder?





Und mein liebstes Lieblingsprojekt ist für mich ganz alleine: Dice-Socks. Es wird alle 5 Reihen gewürfelt, ob gezopft wird oder nicht. Ihr wisst, wie sehr ich unterschiedliche Socken mag und das Projekt ist so entspannend. Und die Wolle, Regia Tweed, ist das Weicheste, was ich je gefühlt hab! Ich freu mich schon so, wenn die Socken fertig und tragbar sind :)





Zu guter Letzt noch Frankensteinsocken im Mixer - aus Resten. War ne lustige Idee, aber wird nicht so gut. Mein Freund findet sie allerdings ganz akzeptabel und möchte sie trotz 70er-Jahre-Testbild-Look haben. Toe-Up mit einer Rundstricknadel und zwei auf einmal ist super!




17.7.13

Rezension: "Zwei Socken auf einen Streich - Von der Spitze bis zum Bündchen"

Ich habe mir vorgenommen, zu lernen, wie man mit einer Rundstricknadel zwei Socken auf einmal von der Spitze an strickt. Dabei bringe ich brillante Vorkenntnisse mit:

Socken auf Rundstricknadel? - Nie gemacht.
Zwei auf einmal? - Nope.
Toe-Up? - Nie probiert.



Als Einstiegshilfe habe ich mir das Buch "2 Socken auf einen Streich - Von der Spitze bis zum Bündchen" von Melissa Morgan-Oaks bestellt und für euch meine Eindrücke aufgeschrieben.


Erster Eindruck: Das Buch ist gebunden und in einem angemessenen Format. Nicht zu groß und nicht zu klein und das Cover sieht sehr hübsch und einladend aus und macht Lust, im Buch zu schmökern. Die Schrift ist gut leserlich, genau richtig groß. Auf den Hochglanzseiten der Grundanleitung ist neben jedem Arbeitsschritt ein Bild zu finden und in Kursiv stehen noch weitere Tipps dabei. Die Fotos der weiteren Modelle sind sehr professionell und hübsch anzusehen.

Grundtechnik: Mit Judy's Magic Cast On beginnt man an der Spitze der beiden Socken und strickt jeweils die Vorder- und die Rückseite. Dabei muss man relativ umständlich die Nadeln zurechtrücken, was Zeit kostet. Mit etwas Übung klappt's besser, aber ich vermute, der Rundumwechsel beim Nadelspiel ist immer noch schneller machbar.

Spannend wurde es bei der Ferse, die gar nicht so schwer ist, wie vermutet. Ein großes Minus ist allerdings, dass es keine richtige Formel gibt, um die Länge des Fußstücks auszurechnen, nach dem man mit dem Spickel beginnt. Im Buch werden die zwar immer angegeben, aber es wird nicht erklärt, wie man auf den angegebenen Faktor kommt. Bei der Internetrecherche variieren die Werte auch immer um 6cm und das ist bei einer Socke ja schon eine ganze Menge. Da muss wohl noch mehr getüftelt oder ausprobiert werden.

Unschön ist auch, dass in dem Buch unmögliche Garnstärken benutzt werden. Unmöglich deshalb, weil man auf dem deutschen Markt schlechte Chancen hat, Sockengarn in der jeweiligen Lauflänge zu besorgen. Zwar wird angegeben, wie man umrechnen kann, allerdings muss man dann ja alle in der Anleitung angegebenen Maße umrechnen, was sicherlich das Strickvergnügen sehr hemmt. Einfach wäre gewesen, wenn es Modelle für 4- und für 6-fädiges Sockengarn gegeben hätte, wie das gängige Maß für Sockenwolle nun einmal ist. Für Anfänger wird's dann schon langsam kriminell-schwierig, überhaupt noch mitzukommen.

Anleitungen: Achtung, Freunde der deutschen Sprache und Literaturfans werden sich über die Übersetzung ärgern. Viele feststehende englische Redewendungen wurden wörtlich ins Deutsche übertragen. Das führt zu unmöglichen Satzkonstruktionen, die mehr sich mehr als holperig anhören! Kleine Kostprobe?
"Lassen Sie nicht zu, dass das Festhalten an einem vorgeschlagenen Garn Sie daran hindert, ein bestimmtes Modell zu stricken" (S.10)
Ja, man versteht, was gemeint ist, aber schön klingt es nicht.
Wer des Englischen mächtig ist, ist vielleicht mit der Originalversion des Buches glücklicher...
Die vorgestellten Modelle sind keine Superneuheit, aber ganz nett anzusehen und Anfänger können sich ein gutes Bild von verschiedenen Rechtslinks- und Zopfustern machen.

Fazit: Ja, es können mit diesem Buch schöne Toe-Up-Socken entstehen. Für Anfänger wird es sicherlich sehr schwierig, der Anleitung mit ihren Fachbegriffen zu folgen, Nadelstärken umzurechnen und rechtzeitig mit dem Spickel zu beginnen, sodass die Socke nicht zu groß wird. Zum Schmökern ist das Buch wegen seiner schlechten Übersetzung eher nicht geeignet. Die Modelle sind ganz hübsch, aber nichts Besonderes, was man nicht so ähnlich auch im Internet finden würde. Der Preis von 9,99€ ist dafür sehr angemessen. Alles in allem würde ich dem Buch 3 von 5 Sternen geben.

16.7.13

Challenge Eins13 Vol. II: Umwickelte Maschen sind die Pest!

Vorgestern startete ich mit der Challenge des Zwei-Socken-auf-einmal-auf-einer-Rundstricknadel-von-der-Spitze-aus-Strickens. Nachdem ich den Anschlag für die Spitzen meisterhaft komplikationslos überstanden hatte, folgten einige Runden normales Geradeausstricken. Den Spaß mit der Ferse habe ich mir für heute aufgehoben :)


Da ich weiß, dass das nervige Maschenherauspuhlen aus der Fersenwand wegfällt, wenn man Socken von der Spitze aus strickt, habe ich mich schon auf die Ferse gefreut. Aber zuerst muss man ja den Zwickel basteln. Das ist nicht sonderlich spannend und reine Fleißarbeit.


Bei den Beispielsocken muss man allerdings nur acht Runden lang zunehmen. Das erledigte sich gestern wie von allein bei einer drei Folgen Full House (wie 90s... :D). Das Schöne am 2-Auf-Einmal-Stricken ist, dass nach der Fleißarbeit wirklich beide Socken einen Zwickel haben und man den gleichen Quatsch nicht noch einmal machen muss. Ein gutes Gefühl.
Was nicht so toll ist: Mein Zwickel sah noch nie so löcherig aus! Während man bei Socken von oben entweder zwei Maschen zusammenstrickt oder durch Überziehen einer abgehobenen Masche die Abnahmen arbeitet, werden bei Socken von der Spitze aus die Zwickelmaschen zugenommen. Die Autorin verwendet dazu einfach eine Umschlingung, nicht direkt einen Umschlag und strickt den in der Folgerunde rechts verschränkt ab. Das erzählt sie einem aber auch erst, wenn man schon fertig ist und die Zunahmen infolgedessen superlöcherig sind. Nach drei oder vier Runden war mit das auch schon zu blöd, sodass ich einfach in die Masche unter der aktuellen Masche eingestochen habe und mir den Faden als neue Masche hochgeholt hab. So mach ich immer Zunahmen, die lochlos sein sollen. Bei den nächsten Socken probier ich vielleicht noch einmal Melissas Variante aus... Okay, der Zwickel wäre geschafft. Ab ins Bett.


Heute morgen nach einem wunderbaren Brötchenfrühstück ging's dann tapfer an die Ferse. Melissa beschreibt im Buch eine Käppchenferse, die allerdings mit umwickelten Maschen gearbeitet wird. Die Pest. Ich hasse umwickelte Maschen und verstehe auch ihren Sinn immer noch nicht. Aber um besser Schritthalten zu können, arbeite ich genau, was mir beschrieben wird.
Aber was meint die gute Frau? Auf Englisch gibt es die Technik "ssk", was so viel heißt wie Abheben, Abheben, Stricken, wodurch eine zwei Maschen miteinander verdreht werden, bevor man sie abstrickt. Bis ich verstanden hatte, dass genau diese Technik gemeint ist, vergingen einige Minuten und eine Anfrage an die Nadelspiel-Gruppe auf Facebook war auch schon fast getippt. Leider war auch nicht ersichtlich, welche Umwicklungen eigentlich wann abgestrickt werden sollten.



Naja, nach mehrmaligem Lesen und Überlegen, wie ich eigentlich diese Umwicklungen sinnvoll loswerde, hab ich's dann auch verstanden. Und beim zweiten Socken ging's ganz schnell und sah auch wesentlich besser aus.

Ferse done, jetzt kommt noch das Beinteil. Vielleicht mach ich die beiden Söckchen auch noch einmal auf und fang von vorne an, denn der Fußteil ist 10 Reihen zu lang geworden.

Morgen schreib ich euch dann meinen Gesamteindruck über das Buch auf... Da sind mir nämlich auch noch einige nicht so erfreuliche Dinge aufgefallen...Aber im Großen und Ganzen denk ich doch, dass ich die Technik verstanden hab :)


12.7.13

Challenge Eins13 Vol. I: Oh Gott, wo kommt der Faden her?!

Auf geht's, ab geht's! Dies ist der erste Teil meiner Socken-Challenge. Ich habe mir vorgenommen, zu lernen, wie man mit einer Rundstricknadel zwei Socken auf einmal von der Spitze an strickt. Dabei bringe ich brillante Vorkenntnisse mit:

Socken auf Rundstricknadel? - Nie gemacht.
Zwei auf einmal? - Nope.
Toe-Up? - Nie probiert.

Allerdings steht mir das Buch "Zwei auf einen Streich" von Melissa Morgan-Oakes zur Seite. Mal sehen, ob wir uns anfreunden können!


Vom Balkon-Frühstück mit selbstgebackenen Brötchen gut gestärkt hab ich mein Garn zusammengesucht. Dabei ist mir aufgefallen: Ich hab doch noch viel mehr Sockengarn als ich eigentlich dachte! Aber alles eher so Erdfarben, auf die ich eigentlich keine Lust hab. Aber für Testbabysocken wird's reichen...

Der erste Eindruck des Buches ist: Hübscher Umschlag, hochwertig bedruckte Seiten. Fühlt sich gut an. Das Schriftlayout ist auch super. Man muss nicht am Buch kleben, die Buchstaben sind groß genug, die Fotos gut gemacht. Die Modelle sind nichts Superaufregendes, aber ganz hübsch und machen bestimmt Spaß nachzuarbeiten.

Wenn man allerdings anfängt zu lesen... Ohje... Freunde schöner Worte und Literaturfans sollten sich, wenn möglich, vielleicht doch lieber die englische Ausgabe kaufen. Die Übersetzung ist sehr unmöglich holperig. Man versteht auf jeden Fall, was gemeint ist. Aber es wurden englische Redewendungen und Ausdrücke direkt ins Deutsche übertragen ohne Sinn für einen gewissen Sprachfluss. Es macht deshalb nicht so viel Spaß die einleitenden Kapitel über Nadeln und Garn zu lesen, die auf Englisch bestimmt wesentlich freundlicher klingen.

Aber die muss ich ja auch gar nicht lesen. Ich weiß ja, was ich will. Deshalb wurden einfach mal 20 Seiten übersprungen, um bei den Testsocken zu landen. Super, jetzt geht's los!


Ja, nee, doch nicht! Wenn man zwei Socken auf einmal stricken will, muss man erstmal sein Knäul in zwei Hälften teilen und wickeln, wickeln, wickeln. Bei meinem kleinen 50g Knäul dauerte das zwar nur ganz kurze Zeit, aber wenn man das so für ein 100g Knäul macht... Da fängt man eben doch nicht einfach so an. Aber alles halb so schlimm. Dann JETZT geht's ja endlich los.

Da ich Judy's Magic Cast-On schon irgendwann einmal ausprobiert hatte, war's gar nicht so schwer, die Maschen anzuschlagen. Ich brauchte zwei Anläufe, weil ich als Linkshänderin alle Angaben umdenken muss und aus "rechter Nadel" wird "linke Nadel", aus "im Uhrzeigersinn" wird "gegen den Uhrzeigersinn". Aber so schwer war das eigentlich nicht.
Die Nadel, die oben liegt, ist immer "fest" und von ihr wird abgestrickt. Die untere Nadel wird herausgezogen und zum Stricken benutzt. Natürlich hab ich mich am Anfang ein bisschen vertüdelt, aber schwups - die ersten zwei Runden waren fertig. 

Begeistert bin ich von der Toe-Up-Spitze. Zwar sehen meine normalen Spitzen durch den Maschenstich auch immer ganz ordentlich aus, aber jetzt gibt ganz automatisch ein wunderschönes Maschenbild. Das find ich klasse!

Mitten in den Zunahmen war da auf einmal ein Faden zu viel! Oh Gott, wo kommt der auf einmal her?! Hab ich etwa den anderen Arbeitsfaden zwischen die Maschen der falschen Socke gelegt und einfach weitergestrickt?! AAAAAH! Nein, es war nur das Fadenende vom Anschlag. Puh, Glück gehabt. Die Fadenenenden lassen sich übrigens ganz wunderbar in den entstehenden Taschen Sockenspitzen verpacken. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt :)


Nach den Zunahmen hab ich aufgehört. Die Testsocken sind mit Nadelstärke 3,5 und entsprechend dickem Garn gestrickt. Ich hab direkt Sockenwolle benutzt und musste erst einmal überlegen, wie lang Babysocken eigentlich sind nach der Spickelabnahme: Ich werd einfach 24 Reihen stricken. Das muss ich mir nicht einmal aufschreiben, weil die zweite Socke ja automatisch mitgestrickt wird. Haha!

Fazit des ersten Tags: Es macht Spaß! Bisher hab ich alle Schritte verstanden und bin sehr zufrieden mit dem Aussehen der werdenden Socken. Ungewohnt und langsam ist das Durchziehen der Nadeln und das Wechseln zwischen beiden Knäulen. Da bin ich mit dem Nadelspiel um einiges schneller. Aber dafür entstehen auch gleich zwei Socken auf einmal. Das ist natürlich ein großer Vorteil. Ich bin gespannt auf die Ferse... Die kommt morgen dran :)

11.7.13

Challenge accepted: Zwei Socken auf einmal von der Spitze aus auf einer Rundstricknadel

Ja, genau! Das sind ca. 3 neue Techniken für mich auf einmal, aber ich bin topmotiviert.

Ich hab noch nie Socken toe-up (also von der Spitze aus) gestrickt. Noch nie hab ich zwei auf einmal produziert und noch nie habe ich Socken auf einer Rundstricknadel gestrickt. Das wird super!

Das Buch "2 Socken auf einen Streich - Von der Spitze bis zum Bündchen" von Melissa Morgan-Oakes wird mir hoffentlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich schreib euch noch eine Buchempfehlung, wenn ich's durchgearbeitet hab, und erzähl euch, ob sich der Kauf lohnt oder nicht. :)



Ich freu mich jedenfalls auf Freitag, meinen halbwegs freien Tag (heute warten wieder 6 flauschige Stunden in der Unibib auf mich...), wenn ich endlich alles ausprobieren kann :)

Liebstes,
eure tofu

10.7.13

[Fertig] Socken fertig - Horror vorbei

Ich hab noch nie sooo lange an einem blöden Paar Socken gesessen! Wieso sucht sich der Liebste sowas aus?

Okay, er hatte Recht, das Muster sieht super schön aus und passt auch ganz gut zu der Wolle. Sowieso ist der Effekt von krausrechts auf Socken nicht zu verachten... Aber nochmal? NIEMALS!


Zuerst hab ich die Anleitung falsch verstanden. Da war die aber auch gerade erst herausgekommen und die Designerin hat mir auch ganz lieb geholfen und selbst noch einmal die Anleitung umformuliert, weil wohl viele andere auch Probleme hatten. Aber selbst wenn man die Anleitung verstanden hat, war es sooo nervig dauernd am Blatt zu kleben und nachlesen zu müssen. Deshalb hat der Akt auch ein HALBES JAHR gedauert....


Naja, der Liebste ist glücklich und ich bin's auch... Die Schrecksensocken für eine superliebe Freundin sind jetzt angenadelt und machen wesentlich mehr Spaß :) Und mein zweiter Dice-Sock wartet auch noch auf mehr Beachtung :) Und danach bekommt der Liebste blaue Reste-Mixer-Socken... Da hab ich mir schon was ausgedacht... Das teil ich dann mit euch :)
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