19.11.12

Geburtstagswoche

Jeder einzelne Tag der nächsten zwei Wochen ist dermaßen verplant, dass ich kaum alles im Kopf behalten kann, was da hineingehört.
Und ich fühle mich jetzt schon klein und zerquetscht, wenn ich daran denke, dass ich zwischen allem auch noch essen, trinken und schlafen muss. Wann soll ich das denn noch machen?

Ich bin kurz davor, das Essengehen mit meinen Freunden an meinem Geburtstag abzusagen, um endlich einfach nur einen Tag für mich und den Liebsten zu haben. Ich liebe meine Freunde sehr und genieße die Zeit mit ihnen, aber vielleicht ist ein einsamer Geburtstag mit rein gar nichts zu tun in dieser Zeit die schönere Option? Ich weiß es nicht.
Ich will eigentlich auch gar nicht Geburtstag haben, das passt nicht in meinen Terminkalender, der größtenteils mit Univeranstaltungen und Arbeit gefüllt ist. Auf dem dritten Platz steht Pfadfinderei, welche im Moment viel von mir fordert und wenig von mir bekommt. Nicht einmal meine Family kann ich empfangen, weil einfach keine Zeit da ist.

Ich bezweifle auch, dass ich alle Weihnachtsgeschenke pünktlich fertig bekomme. Das Tuch für Mama ist in Arbeit. Die Sockenwolle, aus denen blaue Socken für meinen Dad entstehen sollen, wartet auf ihren Auftritt. Mein Bruder wünscht sich eine Wurmmütze. Für meinen Liebsten weiß ich noch gar nicht so richtig etwas. Und die Socken für meine Oma bestehen bis jetzt auch nur in meinem Kopf.

"Verstrick mich!"


Warum ich Zeit finde, hier überhaupt zu bloggen? Warum mach ich nicht etwas Sinnvolles?
Weil ich auch mal was NICHTsinnvolles machen muss!

16.11.12

Trostbrot

... wenigstens etwas Gutes heute.

Ich so: "Hey geil, die ganze Woche war sooo mies, aber heute ist ja die Night of the Profs! Endlich mal was, worauf man sich freut!"

Mein Körper so: "Hmm, nee, wozu mal was für sich machen? Wir machen erstmal Party"

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Hunger, Ausgebrannt.

Aber der Liebste backt Trost-Brot.


13.11.12

Traum erfüllt, Mission completed!

Ich schulde euch ja noch einen kleinen Bericht, was ich letzte Woche in so geheimer Mission getrieben habe!

Um 3 Uhr nachts sind wir aufgestanden, um nach Ludwigshafen (das ist ganz am anderen Ende von Deutschland!) zu düsen. Knapp 8 Stunden waren wir unterwegs, mit Tank- und Futterpausen. Die Stimmung im Auto schwankte zwischen gespannt, angespannt und müde. Wir wollten uns nämlich unseren eigenen kleinen Schatz ansehen, ihn abholen und fortan zu Hause hegen und pflegen.
Nein, kein Kind, sondern ein nigelnagelalter VW T3 Bulli wartete auf uns. In Knallgrün. Mit Hochdach. Mit Einbaucampingküche. Mit Audi-Sitzen. Mit allem drum und dran und vor allem genau in unserem Budget liegend. Ein Traum! GRÜN! Die beste aller Farben! Wir wussten - das ist unser Auto! Und deshalb waren wir auch bereit, die 1200km auf uns zu nehmen, um ihn abzuholen. Die Fotos im Internet waren super und zeigten genau, was wir uns vorgestellt haben. Der Verkäufer war ein netter Mann, der das Auto sogar für uns reservierte, bis wir Zeit hatten, es abzuholen. Er versicherte uns, dass mit unserem Objekt der Begierde alles in Ordnung ist, er ein bisschen Oberflächenrost aufweist (was sie ja alle haben) und wirklich top aufbereitet ist.

Und so kamen wir dann am Mittwochmorgen gegen halb elf voller Erwartungen und Vorfreude in Ludwigshafen an.

Und uns traf der Schlag.

Der Bulli war vollkommen, von vorne bis hinten durchgerostet, angegammelt, durchgesifft.
Und ich rede gerade nur von Außen. Innen konnte man vor Dreck kaum etwas erkennen - und was man erkennen konnte, ließ einem den Magen umdrehen. Auch hier war alles gepfuscht, gegammelt, kaputt.
Nichts, aber auch gar nichts sah so aus wie beschrieben und fotografiert. Alles war einfach nur katastrophal beschissen mies. Wir waren so unendlich enttäuscht. Die Krönung kam dann durch den Verkäufer, der mich rotzfrech fragte (nachdem er schon versucht hatte, unseren Unmut wegzudiskutieren): "Was guckst du denn so böse?" Er konnte ja auf keinen Fall ahnen, dass ich ihm am liebsten ins Gesicht gesprungen wäre. Dieses miese, hinterhältige ....!! Wie kann ein Mensch so dreist lügen!? Was bringt ihm das jetzt? Wir haben 200 Euro Spritgeld verschwendet und er hat sein Auto auch nicht verkauft.
Wie oft hatten wir ihm klargemacht, dass wir extra aus Kiel kommen würden und dass er uns deshalb keinen Quatsch erzählen soll?
TÜV hatte das Mistteil auch nicht, wie er es versprochen hatte. Und sowieso war einfach alles der größte Reinfall.
Ihr könnt euch vorstellen, wie die Stimmung auf der Rückfahrt war... Ich war jedenfalls kurz vorm Heulen.



Aber... kommt Zeit, kommt Bulli. Und das nur 4 Tage später!
Ganz plötzlich fanden wir im Internet dann doch noch etwas Passendes. Der Liebste wollte inzwischen doch lieber einen T4 statt einem T3 haben, weil die sicherer seien, blablabla. Na gut, ein T4 also. T3s find ich zwar wesentlich hübscher, aber wenn der Liebste das so wünscht, ist das okay.
Uns war nun eine gute, solide Grundlage, also ein fahrbares Gefährt lieber als ein vollausgebautes Schrottteil und so fanden wir dieses kleine Schmuckstück.


Er ist nicht grün. Er hat kein Hochdach (welches wir nur haben wollen, um unseren geplanten Nachwuchs unterzubringen - aber auch das hat noch Zeit), er hat keine Küche. Er hat grau-bunte Sitze. Alles nicht, was wir wollten.
Aber er fährt. Er ist nicht rostig, er ist groß und ausbaufähig und hat TÜV. Er ist nun unser ganz eigenes, kleines, fahrbares Movibil. Und Stück für Stück machen wir es zu unserem zu Hause <3

Ich bin sehr glücklich.



____________

Bestimmt werde ich nun öfter über unseren Traum auf vier Rädern berichten. Da kann ich nichts für. Das muss so!

6.11.12

Ich verabschiede mich...

und diese angefangene Socke auch. Die wird gnadenlos geribbelt und bei einem neuen Versuch mit anderen Farben zur ersten Fair Isle Socke, die dann hübsch verpackt an meine liebe Oma gereicht wird. Weihnachtsgeschenk nämlich :)
(Man darf gespannt sein, so ganz verinnerlicht, wie das funktionieren soll, hab ich nämlich noch nicht...)



Tschüß, Traveller-Socke!

(Das Grün stellte sich eh als viel heller heraus als erwartet und ist gar keine Männerfarbe mehr. Der Liebste kriegt also irgendwann anders neue Socken...)


Und auch der Geliebteste und ich müssen unsere Sachen packen. Wir fahren heute nämlich auf geheime Mission vom äußersten Norden in den untersten Süden. Ludwigshafen, wir kommen!

(Was wir da treiben, werdet ihr dann schon zu sehen bekommen :))


3.11.12

Dauerprojekt Villa Kunterbunt

Dieser Schal macht mich quasi verrückt. Ich hatte mich so auf's Sockenstricken gefreut: beim Sockenstricken gibt es bei mir drei Resultate - Socken, Babysocken oder Babymütze und Reste.

Die Socken behalte ich oder verschenke sie, die Babysocken kommen in meine Babykiste, aus der manchmal befreundete werdende Eltern beschenkt werden oder Nr. 11 irgendwann einmal schöne kuschelige Socken haben wird, und die Reste, das hatte ich schon lange geplant, sollten zu einem wunderbunten Schal verarbeitet werden. :)



Soweit die Theorie. Der Schal wird im Leinenstich gearbeitet, was eigentlich relativ schnell geht. Schnell habe ich gemerkt, dass es nichts bringt, jede Reihe eine andere Farbe zu benutzen, sondern dass der Effekt viel schöner ist, wenn man die kleinen Miniknäule aufbraucht und danach das nächste anfängt.


Allerdings zieht sich die Aktion schon seit März in die Länge. Nicht aus Mangel an Sockengarn, sondern vielmehr hasse ich die Rückreihen, die mir bei 500 angeschlagenen Maschen unendlich lang vorkommen.

Aber eines Tages.... :)

1.11.12

[Fertig] Mild Thing und Hands Up im Partnerlook

Das ist das erste Paar Socken, welches ich für meine Mama gestrickt habe:


Sie ist total verliebt in diese Socken und hat sich jetzt noch ein Paar gewünscht und die Wolle dieses Mal selbst ausgesucht.


Meine persönlichen Alptraumfarben. Babyrosa, babytürkis, babylla, babygelb und weiß. Bäh. Aber meine Mama ist die beste auf der Welt und hat sich damit auch Wunschsocken verdient - bekommt sie dann zum Nikolaus (ich glaube, sie hat die Bestellung schon wieder vergessen :)) Ich habe die Socken "Mild Thing" getauft und sie sind auch schon in die Sockengalerie eingezogen :)


Aus lauter Liebe zu meiner Mama, wollte ich ihr die superbunten Socken irgendwie hübscher machen und habe den blauen Rollrand angebaut, wollte auch Ferse und/oder Spitze blau machen, aber das fand die Gute gar nicht gut. Naja, also hab ich mich da ohne Blau durchgequält. Und eine Quälerei war's auf jeden Fall.

Da aber noch einiges an Wolle übrig blieb und ich mich noch einmal an Stulpen versuchen wollte, habe ich die Reste für die Testhandstulpen benutzt, die Mama jetzt gleich dazu bekommt.


Von dem Resultat bin ich ziemlich begeistert. Die Stulpen sind genau richtig, eng und warm. Darüber wird sich Mama bestimmt freuen :)


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...